Musterbestände zum Waldumbau
Musterbestände rund um Buchenvoranbau
Zoombild vorhanden
Foto: Regina Härtl
Der Klimawandel setzt vor allem den Fichten- und Kiefernreinbeständen zusehends zu. Gezielte Voranbauten in noch geschlossenen Beständen sind dabei ein probates Mittel, um größeren Schadflächen infolge eintretender Schadereignisse entgegenzuwirken.
Baumarten wie Fichte, Kiefer und auch Buche, die heute den Hauptteil unserer Wälder ausmachen, kommen besonders im Reinbestand zunehmend an ihre ökologischen Grenzen. Daher ist es wichtig, die Waldbestände möglichst frühzeitig an die sich ändernden Klimabedingungen anzupassen.
Musterbestand der Gemeinde Bürgerspitalstiftung Schwandorf
Ausgangslage
Zoombild vorhanden
Foto: Regina Härtl
Den Ausgangsbestand bildete ein Kiefernaltbestand, begründet etwa im Jahr 1920. Unter dem lichten Dach der allmählich hiebsreifen Altkiefern wurde 2009 flächig Buche durch Pflanzung vorangebaut. Einzelne Eichen aus Hähersaat und Kiefern aus Naturverjüngung wurden in das Verjüngungskollektiv mit aufgenommen.
Zur weiteren Auflichtung und Förderung der Verjüngung wurde 2018 im Spätwinter der Beschirmungsgrad durch einen Schirmschlag auf ganzer Fläche abgesenkt. Bei dieser Maßnahme stand der Fokus auf der Vitalität der Altbäume. Schlecht bekronte Individuen wurden hierbei vorzugsweise von der Rückescheide her entnommen.
Zur weiteren Auflichtung und Förderung der Verjüngung wurde 2018 im Spätwinter der Beschirmungsgrad durch einen Schirmschlag auf ganzer Fläche abgesenkt. Bei dieser Maßnahme stand der Fokus auf der Vitalität der Altbäume. Schlecht bekronte Individuen wurden hierbei vorzugsweise von der Rückescheide her entnommen.
Anschließend wurden auf noch unverjüngten aber nun aufgelichteten Bereichen lichtbedürftigere Baumarten wie die Vogelkirsche und alternative Baumarten wie die Esskastanie, der Riesenlebensbaum (Thuja plicata) und der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) gruppenweise gepflanzt.
2020 wurden die mit Buche vorangebaute Fläche mit Lärche im Weitverband durchgittert, um eine weitere Mischbaumart einzubringen. Im weiteren Vorgehen soll der Altbestand weiter abgenutzt werden, um das Aufwachsen der Verjüngungsschicht weiter zu fördern.
Besonderheit: Riesenlebensbaum und Riesenmammutbaum
Zoombild vorhanden
Foto: Marius Höhne
Der Riesenlebensbaum und der Riesenmammutbaum gehören zu den Nadelhölzern und kommen ursprünglich aus Nordamerika. Als Baumarten der trockneren Gebiete gelten sie als potentielle alternative Baumarten für unsere Breiten im Zuge des Klimawandels. Obwohl in Europa schon länger in Gärten und Parks als Ziergehölz oder Heckengewächs bekannt, fehlen Kenntnisse über die Möglichkeiten der waldbaulichen Nutzung beider Baumarten. Über speziell förderbare Praxisanbauversuche wird nun versucht, entsprechende Erkenntnisse über die Behandlung alternativer Baumarten zu erlangen.
Lageplan und Anfahrtbeschreibung
In Steinberg am See auf der Nittenauer Straße Richtung Staatsstraße 2145 biegen Sie links in die Brunnenstraße ein und folgen dieser bis zur ersten Kreuzung im Wald. Dort rechts abgebogen befindet sich der Bestand rechten Seite. Die alternativen Baumarten finden Sie auf den eingezeichneten Flächen im untenstehenden BayernAtlas-Link.
Ihr Auto können Sie entlang der Nittenauer Straße abstellen.
Ihr Auto können Sie entlang der Nittenauer Straße abstellen.
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