Waldjugendspiele im Prüfeninger Holz
Drittklässler erleben den Wald mit allen Sinnen

Rucksäcke vor einem Baumstamm.Zoombild vorhanden

© Armin Hofbauer

Am zweiten Tag der Waldjugendspiele schauten die stellvertretende Landrätin Irmgard Sauerer, der Sinzinger Bürgermeister Martin Brix und Alexander Irmisch, Fraktionsvorsitzender der SPD, als Vertreter der Stadt Regensburg vorbei und probierten sogar selbst einige Stationen aus.

Die Spiele finden aktuell vom 16. bis 26. Juni am Spielort „Prüfeninger Holz“ – rund um das „Walderlebniszentrum Regensburg“ für die dritten Klassen aus dem Landkreis und der Stadt Regensburg statt – unter der Federführung der Forstleute des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regensburg-Schwandorf. Zum Abschluss traten Gäste, Lehrer und Förster beim Sterschichten gegen die Klasse 3b der Domspatzen an. Das Ergebnis war knapp.

Beim Stammrücken können sich die Kinder auspowern

Jede Klasse erhält bei den Waldjugendspielen einen „eigenen“ Förster als „Forstpaten“, der die Schüler für ca. drei Stunden auf einem vorbereiteten Waldparcours begleitet. Entlang des Weges durch das naturnah bewirtschaftete Staatswaldgebiet „Prüfeninger Holz“ warten auf die Schüler neben „Walderleben“ zahlreiche Spielstationen, an denen eine Vielzahl an Punkten gesammelt werden können. „Unser Ziel ist es, Wissen um den Wald spielerisch und kindgerecht zu vermitteln“, sagt der verantwortliche Abteilungsleiter Forsten, Maximilian Kammermeier.

„Die Kombination von Wissensfragen, die direkt am Objekt beantwortet werden und Geschicklichkeitsaufgaben spricht alle Sinne an und begeistert die Kinder.“
Abteilungsleiter Maximilian Kammermeier

Vier Menschen ziehen mit einem Seil einen BaumstammZoombild vorhanden

© Armin Hofbauer

So rücken (= ziehen) sie zum Beispiel einen Baumstamm auf Zeit. Hier können sich die Schüler auspowern und lernen gleichzeitig, wie schwer so ein Baumstamm ist. Und nicht nur die Kinder – die drei Kommunalpolitiker legten selbst Hand an. Neben dieser neuen Station sind auch wieder altbewährte Spielaufgaben wie Blätter-Angeln, Turmbau aus Holzscheiten und Zapfenweitwurf, Teil des Parcours.

Ein unvergesslicher Vormittag für Klein und Groß

Die Kinder erleben mit den Waldjugendspielen einen unvergesslichen Vormittag im Wald und entwickeln so hoffentlich eine emotionale Bindung zum Wald, zur Natur und letztlich zu ihrer Heimat. So konnte sich auch Bürgermeister Martin Brix sehr gut an seine eigenen Waldjugendspiele erinnern. Für die stellvertretende Landrätin Irmgard Sauerer war dieser Abstecher in den westlichen Landkreis auch eine schöne Erfahrung.
„Eigentlich haben wir Alles vor der Haustür“, sagte sie begeistert und freute sich an dem Termin im grünen Viertel. Alexander Irmisch waren das Walderlebniszentrum und die Waldjugendspiele vorher nur am Rande bekannt. Er möchte auf jeden Fall wieder kommen und auch andere auf die Angebote des Walderlebniszentrums aufmerksam machen. Der Begeisterung wurde auch nicht dadurch gedämpft, dass die Klasse 3b von Klassleiterin Petra Stadtherr beim Sterschlichten die Erwachsenen knapp geschlagen hat.

Waldjugendspiele in Ostbayern und in Regensburg

In den Monaten Mai, Juni und Juli 2026 organisieren sie die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten flächendeckend in ganz Ostbayern (Oberpfalz / Niederbayern) die Waldjugendspiele.
Dabei führen Forstleute an den insgesamt 16 Spielorten rund 750 Klassen mit ca. 20.000 Kindern durch den Wald! Damit sind die „Waldjugendspiele in Ostbayern“ sicherlich die erfolgreichste waldpädagogische Veranstaltung Bayerns! In Sinzing nehmen an den acht Spieltagen insgesamt etwa 2000 Kinder aus 98 Grundschulklassen aus Stadt und Landkreis Regensburg teil und können den Wald an der Seite eines Försters hautnah erleben. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Landesverband Bayern e.V.), Kolleginnen und Kollegen aus den Bayerischen Staatsforsten (Forstbetrieb Burglengenfeld / Zentrale Regensburg) sowie heuer erstmals die Waldbesitzervereinigungen (WBV) unterstützen dabei die Forstleute des AELF Regensburg-Schwandorf.