Musterbestände zum Waldumbau
Musterbestände rund um Fichten-Jungdurchforstung
Zoombild vorhanden
Foto: Marius Höhne
Die Fichte bildet in den Landkreisen Regensburg und Schwandorf, sowie auch in großen Teilen Bayerns, die Hauptbaumart in unseren Wäldern. Zunehmende Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels, wie zum Beispiel Stürme, gefährden jedoch die meist in Reinbestände vorkommende Baumart. Daher ist es wichtig, diese Bestände durch regelmäßige Pflegeeingriffe zu stabilisieren.
Baumarten wie Fichte, Kiefer und auch Buche, die heute den Hauptteil unserer Wälder ausmachen, kommen besonders im Reinbestand zunehmend an ihre ökologischen Grenzen. Daher ist es wichtig, die Waldbestände möglichst frühzeitig an die sich ändernden Klimabedingungen anzupassen.
Musterbestand der Gemeinde Schönsee
Ausgangslage
Zoombild vorhanden
Foto: Marius Höhne
Der Fichtenbestand etablierte sich anfangs der 1980er Jahre und wuchs dicht stehend auf.
Der erste Schritt zur Bewirtschaftung des Bestandes war 2012 die Anlage eines Erschließungssystems. Hierzu wurden im regelmäßigen Abstand von etwa 30 Metern senkrecht zur Forststraße drei Meter breite Gassen in den Bestand mit dem Harvester gelegt. Das Erschließungsmuster ist gut im BayernAtlas-Luftbild erkennbar. Im Bestand merkt man jedoch sofort, dass dennoch die Gassen in den weitesten Bereichen von den Baumkronen wieder überschirmt sind.
Der erste Schritt zur Bewirtschaftung des Bestandes war 2012 die Anlage eines Erschließungssystems. Hierzu wurden im regelmäßigen Abstand von etwa 30 Metern senkrecht zur Forststraße drei Meter breite Gassen in den Bestand mit dem Harvester gelegt. Das Erschließungsmuster ist gut im BayernAtlas-Luftbild erkennbar. Im Bestand merkt man jedoch sofort, dass dennoch die Gassen in den weitesten Bereichen von den Baumkronen wieder überschirmt sind.
Die weitere Pflege des Bestandes erfolgte durch die Z-Baumdurchforstung, ebenfalls maschinell mittels Harvester durchgeführt. Die dafür markierten „Z-Bäume“ (Zukunfts-Bäume) sind im Bestand anhand der gelben Markierung noch zu erkennen. Zur Förderung dieser wurden nebenstehende Bäume („Bedränger“) entnommen, um den Z-Bäumen Platz zu geben die Krone auszubauen. Geht man die Forststraße weiter entlang, gesellen sich Mischbaumarten, wie die Lärche, Buche oder auch einzelne Birken zu den Fichten dazu. Durch gesonderte Freistellung sind diese Baumarten ebenfalls in der Lage gewesen hochzuwachsen und große vitale Kronen zu bilden.
Die weiterführende Behandlung besteht weiterhin in der Fortführung der Z-Baumförderung. Dazu werden ein- bis zweimal im Jahrzehnt ein bis zwei Bedränger je Z-Baum entnommen. Auf diese Weise wird der Zuwachs auf die ausgewählten Z-Bäume gelenkt, bis diese ihren Zieldurchmesser von ca. 45 cm auf Brusthöhe erreicht haben und selbst geerntet werden können.
Besonderheit: Durchforstung bringt Stabilität
Zoombild vorhanden
Foto: Marius Höhne
Durch die Durchforstungsmaßnahmen waren die sogenannten Z-Bäume in der Lage ihre Kronen auszubauen und durch die größere Nadelmasse einen höheren Zuwachs als die anderen Bestandesmitglieder zu erreichen. Kronenanteil und Durchmesser eines Baumes sind dabei wesentliche Stabilitätsfaktoren eines Baumes. Durch die flächige Etablierung stabiler Einzelbäume und Förderung von Mischbaumarten, wird auch der gesamte Bestand als Kollektiv gegenüber Windwurf und Schneebruch stabilisiert. Somit fielen die Schäden während einer Schneebruchphase 2019 vergleichsweise gering zu einem ungepflegten eng aufgewachsenen Fichtenbestand aus.
Lageplan und Anfahrtbeschreibung
Von Weiding aus auf der Schönseer Straße Richtung Schönsee rechts die zweite Abbiegung nach dem Preißhof. Die Wiesenfläche linkerhand vor dem Waldrand können Sie als Parkplatz verwenden. Der Bestand ist 100 Meter weiter im Bestand links der Forststraße zu finden. Auf der rechten Seite finden Sie dieselbe Bestandessituation in einem 10 Jahre jüngeren Bestand vor.
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